Friday 18. May 2012

Inhalt:

DPGKS Claudia Grund-Fuchs hat die Stationsleitung der Sozialpsychiatrischen Station inne.

Sozialpsychiatrische Station

 

DPGKS Claudia Grund-Fuchs hat die Stationsleitung der Sozialpsychiatrischen Station inne. Ihr Team besteht aus 44,5 MitarbeiterInnen, die Voll- oder Teilzeit beschäftigt sind. Die Station hat 16 Betten.

 

DGKS Claudia Grund-Fuchs absolvierte die Ausbildung zur Stationsleitung/mittleres Management.

 

 

 

Auffassung von psychiatrischer Pflege

Die/der diplomierte psychiatrische Gesundheits- und Krankenschwester/-pfleger muss in der Lage sein, bei somatischen, sozialen und psychischen Aufgabenstellungen in fachkompetenter Weise zu assistieren und den definierten eigenverantwortlichen Tätigkeitsbereich zur Gänze wahr zunehmen.
Um dieser Anforderung gerecht zu werden, erfordert es eine breite Grundausbildung, welche zu vielseitigen Tätigkeiten befähigt.
 

Zentrales Anliegen in der Begegnung mit unseren Patientinnen und Patienten ist die fachlich kompetente Betreuung und achtsame Begleitung von Menschen in psychischen Krisen oder mit psychischen Beeinträchtigungen aus dem Spektrum der psychiatrischen Erkrankungen.

Unser Verständnis und unsere Grundauffassung

Wir gehen davon aus, dass wir alle, ob gesund oder krank, ob professionell Pflegende oder pflegebedürftige Menschen, in unserem Leben nach Individualität, Autonomie und Selbstbestimmung streben. Wir brauchen aber auch die solidarische Gemeinschaft mit anderen. Wir stehen in Beziehung zu unserer sozialen Umwelt und zur Natur. Unser Zusammenleben mit anderen und unsere Umwelt möchten wir partnerschaftlich und demokratisch mitgestalten. Wir möchten uns wohl fühlen und unser Leben als sinnvoll erfahren.  Die Verwirklichung dieser Werte ist für uns alle eine lebenslange Herausforderung. Sie betrifft uns immer umfassend: körperlich, psychisch, sozial, geistig und spirituell.  Leben bedeutet immer Hoffnung, enthält aber auch Schwierigkeiten und Krisen. Widersprüchlichkeiten gehören dazu, machen es erst wirklich lebendig. 

 

Wir akzeptieren deshalb, dass zur Hoffnung Verzweiflung kommen kann, zur Vernunft Irrationalität, zur Realität auch Phantasien und Träume, zur Gesundheit Krankheit, zur Freude Trauer, zur Resignation auch Mut, zur Abhängigkeit auch das Ablehnen von Hilfe, zur Gemeinschaft das Alleinsein, zum Gesundwerden das Krankbleiben, zum Wachstum Verlust und dass zum Leben auch das Sterben und der Tod gehören (Literatur: vgl. Psychiatrische Pflege, Verlag Hans Huber, 2. Auflage, 2006, S. 38).

Betreuungsqualität

Die Qualität der Betreuung unserer Patienten wird ermöglicht durch ein lebendiges multiprofessionelles Zusammenwirken von Pflegepersonen, Ärzten, Psychologen, Physiotherapeuten, Seelsorgern, Diätologinen und der Überleitungspflege.  Wir verfolgen an unserer Station ein Therapiekonzept, das medikamentöse und psychotherapeutische Strategien integriert. Wir bieten Gruppen-, Einzel- und Familientherapie (bzw. Angehörigentherapie) an.  Tägliche Teamsitzungen, an denen Pflegepersonen, Ärzte und Psychologen teilnehmen, fördern die Entwicklung der Teamarbeit und ermöglichen es, die verschiedenen Therapiestrategien prozessorientiert einzusetzen und zu verknüpfen. Dabei unterstützen regelmäßige Supervisionen das therapeutische Team und den Therapieprozess.

Konsiliar-/Liaisondienst

Der  Konsiliar Dienst ist der Bereich des Fachgebietes Psychiatrie, der sich der Diagnostik, Therapie und Pflege psychischer Auffälligkeiten von Pat. widmet, die primär wegen einer körperlichen Erkrankung an einer nichtpsychiatrischen Station in einem Allgemeinkrankenhaus aufgenommen sind. Arzt und Pflege visitieren den Patienten an einer nicht psychiatrischen Station und sind beratend tätig.

Diplomierter/r Psychiatrische/r Gesundheits- und Krankenschwester/-Pfleger

Menschen mit psychischen oder neurologischen (das Nervensystem betreffende) Erkrankungen, bedürfen einer speziellen Behandlung und Zuwendung, da sie aufgrund ihrer Erkrankung mitunter ein anderes Verhalten an den Tag legen, als man es von „gesunden“ Menschen gewöhnt ist. Teilweise ist auch die Familie des Patienten von den Auswirkungen der Krankheit betroffen und wird in die Therapie integriert.


Die Arbeit in der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege unterscheidet sich wesentlich von jener in anderen Bereichen der Gesundheits- und Krankenpflege. Der Gesetzgeber hat diesem Umstand Rechnung getragen, indem er die psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege als erweiterten, speziellen Arbeitsbereich bezeichnet.
 
Die psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege umfasst die Betreuung und Pflege von Menschen mit psychischen Störungen und neurologischen Erkrankungen aller Alters- und Entwicklungsstufen sowie die Förderung der psychischen Gesundheit (Literatur: Gesundheits- und Krankenpflegegesetz, 5. überarbeitete Auflage, § 19, Absatz, 1, 2006).
 
Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt verfügt über keine eigene Ausbildungsstätte.
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