Monday 21. May 2012

Inhalt:

Geschichte des Johannes von Gott-Pflegezentrums

 

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 P. Sigismund Schmid 

 

 

Ein herrschaftliches Gut Kainbach bestand schon im Jahre 1618, als der Dreißigjährige Krieg ausbrach. Es wechselte mehrmals den Besitzer, bis es 1868 der Fabrikant Karl Bergmann erwarb. Der Barmherzige Bruder Pater Sigismund Schmid hatte in Bayern die Pflegeheime für geistig und körperlich Behinderte des Ordens kennengelernt und wollte eine derartige Einrichtung auch in der Steiermark gründen. Daher nahm er mit Herrn Bergmann Kontakt auf  und konnte im Jahre 1875 dessen Gutsbesitz zu äußerst günstigen Bedingungen erwerben.

 

Da das vorhandene „Schlössl“ für das Vorhaben von Pater Sigismund zu klein war, wurde im Jahre 1880 ein Neubau begonnen, der heutige Nordtrakt des Haupthauses unseres Pflegezentrums, der 1882 fertiggestellt, und bereits 1907 um den Ost- und Südtrakt mit zwei Stockwerken erweitert wurde.


Das Jahr 1940 brachte die Zwangsenteignung und viele der BewohnerInnen fielen den Euthanasiemaßnahmen des Dritten Reiches zum Opfer. Das Haus wurde zweckentfremdet und diente als Lazarett und Flüchtlingsquartier. Bis 1948 dauerten die Prozeduren der Restitution des Ordensbesitzes in Kainbach. Dieser wurde in einem trostlosen Zustand übernommen und nur mit größter Anstrengung konnte eine Infrastruktur aufgebaut werden, die es ermöglichte zwischen 200 und 300 chronisch Kranke und geistig behinderte Menschen aufzunehmen.


Durch einen Strukturwandel mit weitreichenden Umbauten konnte das Haus ab 1959 wieder seiner ursprünglichen Bestimmung zugeführt werden. Es entstand ein für damalige Verhältnisse modernisierter Lebensraum für behinderte, psychisch kranke und pflegebedürftige Menschen. Modernisiert wurde auch die Landwirtschaft, die zu einem Musterbetrieb geworden ist.


Beginnend mit dem Ende der 70er Jahre wurden viele Schritte gesetzt, die Kainbach aus einer Pflegeanstalt über die Jahre zu einer lebendigen Stätte sozialen Lebens machten.

Seit 2004 wurde das Hauptgebäude zudem in drei Bauabschnitten revitalisiert, um unseren BewohnerInnen auch in Zukunft eine ihnen gemäße Lebens- und Wohnqualität zu sichern.

 

Heute verstehen wir uns als Lebenswelt mit vielfältigem Angebot in pflegerischer, medizinischer, therapeutischer und pädagogischer Hinsicht.

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