Um ein Kind mit Lese-Rechtschreibschwäche möglichst gezielt therapeutisch fördern zu können, ist die vorhergehende Durchführung einer umfassenden Diagnostik notwendig.
Eine derartige Diagnostik beinhaltet mehrere Komponenten: Im Vordergrund steht dabei natürlich eine differenzierte Beurteilung der Lese- und Rechtschreibkompetenzen des Kindes. Hierzu werden standardisierte Verfahren verwendet, aber auch qualitative Merkmale und das klinische Bild spielen eine entscheidende Rolle. Aber eine Bewertung der Fertigkeiten im Lesen und Schreiben reicht noch lange nicht aus.
Um keinen Einflussfaktor zu übersehen, wird deshalb nach einem Mehr-Ebenen-Modell („Multiaxialen Diagnostik“) vorgegangen. Hierbei müssen neben dem Lesen und Schreiben auch die Intelligenz des Kindes, die körperliche Entwicklung sowie das soziale und emotionale Umfeld betrachtet werden, um eine gültige und vor allem umfassende Diagnose stellen zu können.
Bei der Diagnostik einer Lese-Rechtschreibstörung werden also mehre Ebenen klinisch betrachtet. Auf diese Weise sollen Einflussfaktoren kontrolliert und am Ende der Untersuchung bestmögliche Fördervorschläge gegeben werden.
Um die Multiaxiale Diagnostik gewährleisten zu können, braucht es geschulte Personen und Teams. Mit einem kurzer Computertest oder eine einschrittigen Aufgabe kann eine Lese-Rechtschreibstörung nicht umfassend abgeklärt werden! Grundsätzlich sind in einem Diagnostikteam folgende Berufsgruppen zu finden:
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Ärzte
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Psychologen
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Linguisten
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Pädagogen
Folgende Einrichtungen bieten eine derartige Diagnostik - Alle Einrichtungen sind vom Landesschulrat OÖ als anerkannt bestätigt worden: