Wednesday 8. February 2012

Inhalt:

Ergotherapie in der Neurologie

 

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Begriffsklärung:

Der BEGRIFF Ergotherapie leitet sich aus den griechischen Worten „to ergon“ => Tat, Handlung, Ausführung und „therapeia“ – Pflege, Heilung, Dienen ab.

 


Berufsbild:

Ergotherapie ist ein wichtiger Teil einer ganzheitlichen Behandlung in verschiedenen medizinischen Fachbereichen (Neurologie, Pädiatrie, Psychiatrie, berufliche Integration, Orthopädie, Handtherapie, Geriatrie)

Sie erfolgt auf ärztliche Verordnung und wird von diplomierten ErgotherapeutInnen durchgeführt.

Ergotherapie geht davon aus, dass TÄTIGSEIN ein menschliches Grundbedürfnis ist und heilende Wirkung hat. Es wird versucht, den Menschen in seiner gesamten Lebenssituation zu erfassen. Zur Behandlung und Rehabilitation werden daher gezielt individuelle Aktivitäten angepasst.

 
Ergotherapie in der Neurologie...

befasst sich mit der Behandlung und Rehabilitation von Patienten, die auf Grund einer Erkrankung des zentralen Nervensystems (Schlaganfall, Morbus Parkinson, MS, Guillain-Barré...) Probleme haben, den Alltag zu bewältigen.

 

Einige Störungen, die auftreten können:

 
a) Sensomotorische Störungen:

Lähmungen an den Extremitäten, Sensibilitätsstörungen, Koordinationsstörungen, Gleichgewichtsstörungen, ....

 
b) Neuropsychologische Störungen:
Es zeigen sich Probleme, Handlungen in ihrem Ablauf richtig durchzuführen oder Gegenstände richtig zu gebrauchen (Apraxie),  fehlende Krankheitseinsicht (Anosognosie), die „Verneinung“ einer Körper- oder Raumhälfte (Neglect), Unfähigkeit zu lesen (Alexie) oder zu schreiben (Agraphie),...

Störungen der Aufmerksamkeit, Konzentrations-, Lern- und Merkfähigkeitsstörungen, räumlich-visuelle Störungen, Störungen des logischen Denkens und der Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit,...

 
c) zusätzliche Probleme:

Verlangsamung, Affektlabilität, Antriebsminderung,....

 

 

Behandlungsziel der Ergotherapie ist die Wiedererlangung größtmöglicher Selbständigkeit und Lebensqualität im Alltag, d. h. im persönlichen Bereich, im Haushalt, in Schule oder Beruf und Freizeit.

Nach einer genauen Abklärung und Statuserhebung wird gemeinsam mit dem Patienten ein Therapieziel bestimmt.

 


Maßnahmen der Ergotherapie:
 
1) Sensomotorisches Training
Es wird ein aktueller Befund anhand von Funktionsprüfung, Sensibilitätstest, Überprüfung von Geschicklichkeit und Greiffunktion sowie Kraft erhoben.

Trainiert werden gezielt korrekte Bewegungsabläufe der Grob- und Feinmotorik unter Einsatz von funktionellen Bewegungsübungen, therapeutischen Spielen und alltagsorientierten Aktivitäten, welche zugleich sensible Reize enthalten.

  
2) Neuropsychologisches Training

Neuropsychologische Defizite werden nach genauer Abklärung mit speziellen Übungsprogrammen z.B.: V. Schweitzer, Papier-und-Bleistift-Übungen und computerunterstützt behandelt.

 
3) Selbsthilfetraining/ADL-Training

Damit der Patient seine größtmögliche Selbständigkeit im Alltag wieder erreichen kann, werden die so genannten ADL’s (activities of daily living) trainiert; wie Körperpflege, An- und Ausziehtraining, Nahrungsaufnahme.

 
4) Hilfsmittelberatung- und Abklärung

In der Frührehaphase werden dem Patienten oft nur vorübergehend Hilfsmittel zur Verfügung gestellt, wenn diese ihn zur Erlangung seiner Selbständigkeit unterstützen (z. B.: Griffadaptionen für Essbesteck und Schreibgeräte, Einhänderhilfen...). Deren Handhabung wird gemeinsam erarbeitet. Erst in der subakuten Rehaphase entscheidet sich der tatsächliche Hilfsmittelbedarf.


5) Angehörigengespräche und -beratung 

 

 

 

Team der Ergotherapie:

In unserem Krankenhaus sind sowohl in der Neurologischen Abteilung, in der Akutgeriatrie als auch am Institut für Sinnes- und Sprachneurologie (ISS) Ergotherapeutinnen für unsere Patienten da.

 

Neurologische Abteilung: Johanna Pötscher (DW 22715) und Birgit Grasser 22717. 

ISS: Eva Reindl (DW 24923), Eva Schmid, Christine Hertl, Karin Lettner (dzt. Karenz)

Akutgeriatrie: Manuela Roithmayr (DW 22720), Silke Hahn-Hahn (22723)

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