Friday 3. September 2010

Inhalt:

Qualitätsmanagement im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz

 

Seit 2003 gibt es im Krankenhaus eine eigene Stabstelle Qualitätsmanagement. Qualitätsmanagement ist sehr umfassend. Im weitesten Sinne ist es zur Identifikation von Stärken und Verbesserungspotenzial, zur Erarbeitung und Überwachung von Qualitätsindikatoren, zur Unterstützung der Mitarbeiter in qualitätsrelevanten Belangen und zur professionellen Hilfe bei der Optimierung von Abläufen zuständig. Täglich werden wir mit neuen Herausforderungen konfrontiert, daher ist eine ständige Anpassung unserer Qualitätsstrategie notwendig.

 

Das B&S Zentrallabor sowie die Radiologie sind seit ein paar Jahren nach ISO 9001 zertifiziert. Im Jahr 2007 entschied sich die Krankenhausleitung zur Einführung eines Qualitätsmanagementsystems nach proCum Cert inkl. KTQ. Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, dem Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern, durchleuchteten wir unsere gesamte Organisation und ließen diese extern überprüfen. Als erste qualitätszertifizierte Krankenhäuser in Linz setzt man damit ein klares Zeichen für die zukunftsorientierte Ausrichtung der beiden Einrichtungen. Für uns ist es wichtig, Patientinnen und Patienten sowie unseren Mitarbeitern Top-Qualität auf Basis einer christlichen Werteorientierung zu bieten. Mit unserem Qualitätsmanagementsystem unterstützen wir unsere Strategie maßgeblich.

 

Engagement unserer Mitarbeiter ist die wichtigste Voraussetzung für unsere hochwertige Qualitätsarbeit, die für das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder und damit für das Wohl der Patienten unerlässlich ist.

 

Der Qualitätsbericht ist für alle auf der Homepage abrufbar.

 

 

 

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Qualitätsmanagement in der Praxis

  

Beispiele für die Qualitätsarbeit in unserem Krankenhaus:

 

Befragungen (Messbare Patienten-, Zuweiser- und Mitarbeiterzufriedenheit)

Zufriedenheitsbefragungen sind ein wichtiges Instrument, Meinungen einzuholen, Stärken und Schwächen aufzuzeigen und Verbesserungsmaßnahmen (bei wiederholter Anwendung) auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen. Sie spielen im Sinne des Qualitätsmanagements eine wichtige Rolle, da sie im Regelkreislauf (Plan-Do-Check-Act) im Bereich „Check" wertvolle Ergebnisse liefern können. In unserem Haus bzw. provinzweit (in allen Brüder-Häuser Österreichs) werden regelmäßig standardisierte Patienten-, Zuweiser- und Mitarbeiterbefragungen durchgeführt.

 

Qualitätssicherungskommission

Die Qualitätssicherungskommission setzt sich aus Vertretern aller Hauptberufsgruppen (Ärzte, Pflege, Medizinisch-technisches Personal, Hygiene, Technik, Verwaltung) zusammen und tagt mindestens 4x jährlich. Sie stellt eine zentrale Rolle im Qualitätsmanagement des Hauses dar. Fixpunkte in den Sitzungen sind aktuelle Qualitätsthemen sowie die Diskussion von Verbesserungsvorschlägen. Die Qualitätsmanagementbeauftragte ist ständiges Mitglied der Qualitätssicherungskommission.

 

Vorschlagswesen

Für alle Mitarbeiter besteht die Möglichkeit, über Intranet einen Verbesserungsvorschlag mitzuteilen, der einerseits zur Verbesserung oder Neugestaltung von Arbeitsabläufen, zur Qualitätssteigerung oder zur Kostenreduzierung, andererseits zur Zufriedenheit der Mitarbeiter, Erhöhung der Motivation und Verbesserung der Kommunikation beiträgt. Für die besten Vorschläge besteht ein Prämiensystem.

 

Internes Audit / Selbstbewertungen

Unsere Abteilung für Bildgebende Diagnostik und Interventionelle Radiologie sowie das B&S Zentrallabor sind nach ISO 9001 zertifiziert. Jährlich findet daher in diesen Bereichen ein Internes Audit statt, dass von der Qualitätsmanagementbeauftragten durchgeführt wird. Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses werden Selbstbewertungen durchgeführt, das heißt, Mitarbeiter bewerten Ihren Bereich und die Erfüllung der Qualitätskriterien selbst und erkennen somit eigene Stärken und Verbesserungspotenzial.

 

Organisationsentwicklung

„Organisationsentwicklung" wurde im Oktober 2006 ergänzend zum Controlling und Qualitätsmanagement als Stabstelle der kaufmännischen Direktion eingerichtet. In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Controllings und Qualitätsmanagements steht die Organisationsentwicklung allen Abteilungen und Mitarbeitern unterstützend bei der Abwicklung von Projekten zur Verfügung! Die Weiterentwicklung der bestehenden Ablauforganisation ist oft begleitet von technischen Änderungen in der EDV bzw. umgekehrt zieht ist die Einführung neuer EDV-Module Anpassungen im organisatorischen Ablauf nach sich. An diesem Punkt setzt die Arbeit der Organisationsentwicklung an: Gemeinsam mit Mitarbeitern aller Bereiche (Pflege, Ärzte, Therapeuten) werden die Anforderungen unter Berücksichtigung der technischen Möglichkeiten definiert und anschließend gemeinsam mit der EDV-Abteilung umgesetzt und organisatorisch implementiert. Hauptaufgabenschwerpunkt ist die Einführung einer elektronischen Patientenakte auf allen medizinischen Abteilungen im Haus. Der erste große Schritt auf dem Weg zum e-Hospital war die Implementierung auf der Augenabteilung im Jahr 2008.

 

Projektmanagement

Seit der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems nach pCC inkl. KTQ wurde auch unser Projektmanagement neu aufgebaut und ist für alle Projekte anzuwenden. Es wurden Richtlinien zur Auftragstellung, zum Projektablauf und zum Projektcontrolling erstellt.

 

Risikomanagement

Das Risikomanagement in unserem Haus wird derzeit optimiert, um die dezentralen Risikomanagementmaßnahmen in ein zentrales zusammenzufassen.

 

Öffentlichkeitsarbeit

Unsere Homepage, Presse-, Funk- und Fernsehberichte sowie öffentlich zugängliche Veranstaltungen und Tage der offenen Tür unterstützen die Darstellung unseres Krankenhauses sowie Information der Bevölkerung.

 

Fort- und Weiterbildung

Im Jahr 2008 und 2009 wurden in unserem Haus 26 Mitarbeiter zur Qualitätsmanagementfachkraft ausgebildet. Somit sind in allen Abteilungen kompetente Ansprechpartner für Qualitätsbelange anwesend.

Alle neuen Mitarbeiter lernen im Rahmen des Einführungsseminars unser QM-Systems mit den wichtigsten Funktionen kennen.

 

 

Zertifizierung nach proCum Cert inkl. KTQ

 

 

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Entscheidend für die Wahl eines Qualitätsmanagementsystems nach pCC inkl. KTQ war neben dem Krankenhaus-Fokus des Systems die Tatsache, dass diese nicht nur möglichst klare Arbeitsabläufe (KTQ) verlangt, sondern auch überprüft, wie christliche Werte im

Krankenhausalltag gelebt werden (proCum Cert).

 

Die Zertifizierung selbst ist als Gütesiegel zu betrachten. Der Patient erhält also die Gewissheit, dass er in einem Krankenhaus betreut wird, das der Qualitätsarbeit einen hohen Stellenwert einräumt. Medizinische Spitzenleistungen und gute organisatorische Strukturen sind wichtig - menschliche Zuwendung, Wärme und ein offenes Gespräch für den Genesungsprozess aber von ebenso elementarer Bedeutung. Die Zertifizierung nach proCum Cert belegt offiziell die Verankerung christlicher Werte in den Krankenhäusern der Barmherzigen Brüder und Schwestern - professionelles Management und konfessionelle Wertvorstellung ergänzen einander eben auf besondere Weise.

 

Kooperation für Transparenz und Qualität - drei Schlagworte, die für die weitreichende Wirkung des Qualitätsmanagementsystems sprechen. Kooperation zwischen den einzelnen Berufsgruppen ist für die optimale Patientenversorgung notwendig. Durch Transparenz werden Abläufe und Leistungen für alle ersichtlich. Qualität betrifft vor allem die ständige Verbesserung und somit Weiterentwicklung unseres Krankenhauses.

 

 

Die neun Kategorien für die Zertifizierung nach proCum Cert inkl. KTQ:

1. Patientenorientierung:

Räumliche Orientierung im Krankenhaus, Behandlungs- und Therapieprozesse inkl. umfassender Aufklärung, Patientenwohl, verantwortungsvolles Entlassungsmanagement

 

2. Mitarbeiterorientierung:

Personalplanung, Weiterbildung, Förderung der christlich-ethischen Kompetenz

 

3. Sicherheit im Krankenhaus:

Arbeits- und Brandschutz, Katastrophenschutz, Hygienerichtlinien

 

4. Informationswesen:

Datenschutz, strikte Regelungen bei Informationsweitergabe, Dokumentation

 

5. Krankenhausführung:

Christliche Unternehmenskultur, wertschätzende Personalführung

 

6. Qualitätsmanagement:

Ständige Verbesserung der Qualität z. B. durch Aufnahme von Patientenanliegen, Qualitätssicherung durch interne und externe Vergleiche

 

7. Seelsorge im kirchlichen Krankenhaus:

Möglichkeiten des vertraulichen Gesprächs von Seelsorgern mit Patientinnen und Patienten, Angehörigen und Mitarbeitenden, Integration der Seelsorge in den Behandlungsprozess

 

8. Verantwortung gegenüber der Gesellschaft:

Ausbildungs- und Praktikumsplätze im Krankenhaus, ehrenamtliches und bürgerliches Engagement

 

9. Trägerverantwortung:

Strategie und Führung des Krankenhausträgers ist vom christlichen Profil geprägt

 

 

Kontakt

 

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Mag. (FH) Angelika Wührer

Qualitätsmanagementbeauftragte

Tel.: (0732) 7897-26511

 

 

 

 

 

 

 

 

 
   
 
 
   
 

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