Tuesday 22. May 2012

Inhalt:

Die Biographie unseres Ordensgründers


Johannes Ciudad, 1495 im portugiesischen Ort Montemor-o-Novo geboren, ist lange auf der Suche nach einem „richtigen“ Lebensinhalt. Johannes arbeitet zuerst als Hirtenjunge und später als Buchhändler, Taglöhner und Soldat. Dabei kommt er 1532 als Landsknecht im Krieg gegen die Türken sogar bis in die Gegend von Wien. Nach Jahrzehnten der Suche hört er mit über 40 Jahren in Granada eine Predigt des Johannes von Avila, die ihn tief bewegt. Er gründet daraufhin ein eigenes Hospital und kümmert sich ab nun um Kranke und um die nach damaliger Meinung merkwürdigen Gestalten: Bettler, Aussätzige und Behinderte.

Oft sammelt Johannes diese Menschen auf der Straße auf und trägt sie auf dem Rücken in sein Hospital. So erhält er auch vom Bischof von Tuy den Namen „Johannes von Gott“, denn nach dessen Meinung können solche Taten nur von Gott eingegeben sein.


Pionier des Krankenhauswesens

Sein erstes Hospital in Granada wird bald zu klein. Den Mitbürgern wird auch rasch klar, dass es sich um ein Projekt mit neuer Qualität handelt. Neu ist das Unterbringungssystem in seinem Hospital, denn er trennt die Patienten nicht nur nach dem Geschlecht, sondern auch nach den Krankheitsarten. Revolutionär ist, dass jeder Patient sein eigenes Bett erhält und Johannes als Erster mit einer schriftlichen Dokumentation des Behandlungs- und Pflegepro­zesses beginnt!

Neu ist aber auch seine ganzheitliche Behandlungsmethode: Er sieht den Geist und Körper des Patienten als eine Einheit, die ins Gleichgewicht gebracht werden muss. Nicht nur die Verordnung von Arzneien, auch das persönliche Gespräch gehört für ihn dazu. Ebenso ruft er Priester zur Seelsorge in sein Spital.

Als Johannes 1550 stirbt, wird er von den Bewoh­nern Granadas bereits als Heiliger verehrt.
Johannes hat zwar als Einzelkämpfer begonnen, aber rasch wächst die Zahl seiner Nachfol­ger, und sie wird bald in ganz Europa tätig.


Biographie im Detail:
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