Wednesday 8. February 2012

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250 Jahre Barmherzige Brüder in Eisenstadt

Größtes und ältestes Spital im Burgenland

Seit 250 Jahren sind die Barmherzigen Brüder ein zentraler Bestandteil der Gesundheitsversorgung im Burgenland. Mit mehr als 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, neun Fachabteilungen, einem Röntgeninstitut sowie der öffentlichen Apotheke ist das Eisenstädter Krankenhaus der Barmherzigen Brüder das größte Spital im Burgenland.

Rund 1/3 der gesamten stationären Patientinnen und Patienten sowie mehr als 50 Prozent der burgenländischen ambulanten Frequenzen werden im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder medizinisch und pflegerisch betreut. Weltweit einzigartig innerhalb des Ordens ist der Weinkeller der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt.




Die Anfänge in Eisenstadtunknown


Seit 1760 zeichnet der Orden der Barmherzigen Brüder für die medizinische und pflegerische Betreuung der Kranken in Eisenstadt verantwortlich. Der Konvent, das Krankenhaus und die Apotheke wurden von Fürst Paul II. Anton Esterházy an die Barmherzigen Brüder gestiftet. „Der Stiftungsbrief mit einem Legat von 43.000 Gulden wurde am 20. Februar 1760 von Fürst Paul II. Anton Esterházy unterzeichnet. Die offizielle Übergabe erfolgte am 13. Juni 1760. Ursprünglich mit acht Betten ausgestattet, wuchs die Bettenzahl kontinuierlich. Bereits im ersten Jahrzehnt nach der Gründung hatte das Haus 12 bis 15 Betten, zur Zeit der napoleonischen Kriege (1809) gab es in etwa 30 Betten," fasst Dr. Stefan Ottrubay, Generaldirektor der Esterházy Betriebe GmbH, die Anfangsjahre zusammen und ergänzt: „Die Fürstenfamilie Esterházy und der Orden der Barmherzigen Brüder können auf eine lange gemeinsame Vergangenheit zurückblicken. 1760 begann eine produktive und nachhaltige Partnerschaft im Sinne der Menschlichkeit und es ist schön zu sehen, dass der damalige Grundstock eine dermaßen positive Entwicklung genommen hat."




„Gutes tun und es gut tun"


Die Barmherzigen Brüder in Eisenstadt haben immer voller Tatendrang an der Weiterentwicklung des Krankenhauses gearbeitet und sich auch von Rückschlägen nicht entmutigen lassen. „1922 kamen der Konvent, das Krankenhaus und die Apotheke wieder zur österreichischen Ordensprovinz und die Brüder, die nach Eisenstadt kamen, fanden ein verwahrlostes Haus vor. Davon haben sich die Brüder nicht unterkriegen lassen und sofort entsprechende bauliche Maßnahmen gesetzt. Bis 1938 kann man von einem Aufwärtstrend sprechen, der jedoch abrupt von den Nationalsozialisten beendet worden ist. Das Krankenhaus wurde im November 1938 enteignet und von den Nationalsozialisten übernommen. Obwohl bereits Anfang Mai 1939 die ursprünglichen Besitzverhältnisse wieder hergestellt waren, wenn auch mit der Einschränkung, dass sich die Barmherzigen Brüder nur mehr um die Konventsan-gelegenheiten kümmern durften, so haben wir Eisenstadt nie den Rücken gekehrt," sagt Frater Ulrich Fischer OH, Provinzial der österreichischen Ordensprovinz.



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Es geht bergauf!


Sofort nach dem Ende des 2. Weltkrieges mobilisierten die Barmherzigen Brüder alle Kräfte und gingen unverzüglich an die Arbeit. 1946 und 1947 sowie von 1960 bis 1966 wurden große bauliche Maßnahmen gesetzt, um die neu gegründeten Abteilungen zu fassen. „Die Entwicklungen schritten rasant voran. 1947 wurde die Abteilung für Innere Medizin gegründet, gefolgt 1959 von der HNO Abteilung, im Jahr 1965 folgte die Gründung der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe. In den 70iger Jahren wurden die Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde (1976) und die Unfallchirurgische Abteilung (1979) gegründet. 1981 kam es zur Gründung der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin, im Jahr darauf wurde die Unfallambulanz in Frauenkirchen eröffnet," gibt der Ärztliche Direktor, Prim. Univ.-Prof. Dr. Karl Silberbauer, einen kurzen Einblick in die Entwicklungsgeschichte der letzten Jahrzehnte.


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Zusammenarbeit Land Burgenland und Orden der Barmherzigen Brüder


Von zentraler Bedeutung für die Entwicklung des Krankenhauses ist das Jahr 1980. In diesem Jahr wurde das Haus zum Schwerpunktkrankenhaus für das nördliche Burgenland erklärt und der erste Kooperationsvertrag zwischen dem Land Burgenland und dem Orden der Barmherzigen Brüder abgeschlossen. „Dieser Kooperationsvertrag ist auch noch heute, mit den zuletzt 2008 durchgeführten Adaptionen und Ergänzungen, gültig und regelt die zukünftigen Entwicklungen. Mit dieser Neufassung wurde die Umsetzung der sogenannten Zielplanung 2007 genehmigt. Darin enthalten ist der weitere Ausbau des Krankenhauses, die Verbesserung der Infrastruktur und die Entwicklung neuer Abteilungen," erläutert Dir. Horst Jany, Rechtsträgervertreter und Gesamtleiter des Eisenstädter Krankenhauses der Barmherzigen Brüder.



Zukünftige Entwicklungenunknown


Der laufende Arbeitsplan sieht die Realisierung der Zielplanung 2007 mit folgenden Projekten vor: Ausbau der Sozialpsychiatrie zu einer Vollabteilung mit 60 Betten sowie 15 tagesklinischen Betten – im Bereich der Psychiatrie hat der Orden der Barmherzigen Brüder jahrhundertelange Erfahrung und nimmt dabei auch im Burgenland eine Vorreiterrolle ein. Des weiteren die Entwicklung einer Neurologischen Abteilung inklusive vier Betten Stroke Unit und Rehab-Betten, eine Palliativstation mit zehn Betten, den Neubau der Unfallambulanz inklusive Schockräume in Eisenstadt, die Schaffung drei neuer Operationssäle, verbunden mit dem Zentral-OP, die Errichtung eines Blockheizkraftwerkes, einer Trafostation und eines Notstromaggregats sowie die Verlegung des Haupteinganges in die Carl Moreau Straße.


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Kontakt:



Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt

Mag. Christa Praher

Kommunikation

Esterházystraße 26

7000 Eisenstadt

Tel: +43 676 895 97 1067


Mail: christa.praher@bbwien.at

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