Wednesday 8. February 2012

Inhalt:

Gedenktafeln erinnern in Graz an Drogentote

 

Am Freitag den 28.5.2010  fand in einer stimmungsvollen Zeremonie

die Einweihung der ersten sechs Gedenktafeln für Drogentote am Schloss-

bergplatz statt. Damit ist Graz die erste Stadt Österreichs, die über eine

solche Gedenkstätte verfügt. Ins Leben gerufen haben die Aktion

die Caritas und die Therapiestation Walkabout.

 

Pfarrer Hermann Glettler von der Pfarre St. Andrä segnete die Tafeln,

die von Patientinnen der Therapiestation Walkabout konzipiert und hergestellt

wurden. Bundesdrogenkoordinator Franz Pietsch bedankte sich in seinen

Ausführungen bei den Initiatoren sowie den Patientinnen, Patienten und

Mitarbeitenden von Walkabout und wies in seiner Ansprache auf die Wichtigkeit

eines solchen Mahnmales hin.

 

Es sei ein mutiges Zeichen, ein Signal das nicht nur Mahnung sondern auch

Bewusstsein mit sich bringt, das drogengebrauchende Menschen und deren

Familien weiter unter uns leben. Diese Tafeln zeigen den wichtigen Aspekt auf,

dass es permanent menschliche Krisen und unbewältigte Problemstellungen

im Leben gibt. Die Gedenktafeln seien ein Signal und ein Brückenschlag der Sucht-hilfeeinrichtungen, nicht vor der Bearbeitung von Problemen zurückzuschrecken

oder wegzuschauen, sondern aufeinander zuzugehen, um gemeinsam schwierige

Situationen zu lösen.

 

Anwesend waren unter anderen Dr. Ulf Zeder (Drogenkoordinator der Stadt Graz)

sowie Vertreter des Kontaktladens der Caritas, der Therapiestation Walkabout

und anderer Suchthilfeeinrichtungen.

 

 

 

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 Gedenktafel gestaltet von Patientinnen der Therapiestation Walkabout

 

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