Gedenktafeln erinnern in Graz an Drogentote
Am Freitag den 28.5.2010 fand in einer stimmungsvollen Zeremonie
die Einweihung der ersten sechs Gedenktafeln für Drogentote am Schloss-
bergplatz statt. Damit ist Graz die erste Stadt Österreichs, die über eine
solche Gedenkstätte verfügt. Ins Leben gerufen haben die Aktion
die Caritas und die Therapiestation Walkabout.
Pfarrer Hermann Glettler von der Pfarre St. Andrä segnete die Tafeln,
die von Patientinnen der Therapiestation Walkabout konzipiert und hergestellt
wurden. Bundesdrogenkoordinator Franz Pietsch bedankte sich in seinen
Ausführungen bei den Initiatoren sowie den Patientinnen, Patienten und
Mitarbeitenden von Walkabout und wies in seiner Ansprache auf die Wichtigkeit
eines solchen Mahnmales hin.
Es sei ein mutiges Zeichen, ein Signal das nicht nur Mahnung sondern auch
Bewusstsein mit sich bringt, das drogengebrauchende Menschen und deren
Familien weiter unter uns leben. Diese Tafeln zeigen den wichtigen Aspekt auf,
dass es permanent menschliche Krisen und unbewältigte Problemstellungen
im Leben gibt. Die Gedenktafeln seien ein Signal und ein Brückenschlag der Sucht-hilfeeinrichtungen, nicht vor der Bearbeitung von Problemen zurückzuschrecken
oder wegzuschauen, sondern aufeinander zuzugehen, um gemeinsam schwierige
Situationen zu lösen.
Anwesend waren unter anderen Dr. Ulf Zeder (Drogenkoordinator der Stadt Graz)
sowie Vertreter des Kontaktladens der Caritas, der Therapiestation Walkabout
und anderer Suchthilfeeinrichtungen.

Gedenktafel gestaltet von Patientinnen der Therapiestation Walkabout